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20.08.2019

Schüler_innen machen sich auf den Weg

Abschlussfeier am Förderzentrum für Körperbehinderte der Rummelsberger Diakonie in Altdorf

Altdorf – 22 Schüler_innen der vier 9. Klassen des Förderzentrums für Körperbehinderte am Wichernhaus in Altdorf gestalteten gemeinsam mit ihren Lehrkräften Anja Holzinger, Martina Langer-Bader, Georg Voeske und Simon Frey eine abwechslungsreiche und schwungvolle Veranstaltung. In einem würdigen Rahmen wurden die jungen Menschen im Betsaal des Wichernhauses der Rummelsberger Diakonie aus der Schule entlassen.

In ihrer Begrüßungsrede hieß Konrektorin Brigitte Lindner-Weber, neben allen Anwesenden, ehrenwerte Gäste herzlich willkommen. Sie wies auf die Bedeutung des Schulabschlusses als wichtigen Schritt ins berufliche Leben hin und gratulierte den Schüler_innen herzlich zu ihrem erreichten Ziel.

Die Schulleiterin und die Klassenleitungen überreichten den jungen Menschen feierlich die Abschlusszeugnisse und wünschten Ihnen für den weiteren Weg viel Erfolg und alle Gute. Drei Schüler_innen konnten ihr Zeugnis über den qualifizierenden Mittelschulabschluss, drei über den erfolgreichen Mittelschulabschluss und vier über den erfolgreichen Abschluss im Bildungsgang Lernen entgegen nehmen. Natalie Hanisch erzielte das beste Ergebnis bei den Prüfungen zum qualifizierenden Mittelschulabschluss. Für hervorragende Leistungen im sozialen und kognitiven Bereich wurden Alena König, Lisa-Sophie Grötsch, Alina Paatz und Elena Rathjen geehrt und mit einem Geschenkgutschein bedacht.

Neun Abschlussschüler werden im kommenden Schuljahr zunächst das Berufsvorbereitungsjahr und elf Abschlussschüler die Berufsschulstufe im Wichernhaus Altdorf besuchen. Eine Schülerin strebt den Mittleren Bildungsabschluss an und ein Schüler nimmt eine Ausbildung in einer Kinderpflegeschule auf.

Brigitte Lindner-Weber dankte den Eltern für die jahrelange Begleitung der jungen Menschen mit einer Behinderung und den Lehrkräften wie Mitarbeitenden des Wichernhauses für ihr großes Engagement. Es habe dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken entwickeln und großartige Leistungen erzielen konnten.

Dankend verwies die Schulleitung auf die gelungene Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat und dem Förderverein der Freunde des Wichernhauses Altdorf, der für die finanzielle Unterstützung vielfältiger schulischer Projekte sorgte. Beide Gremien, wie auch der Leiter des Wichernhauses Thomas Jacoby, überbrachten in kurzweiligen Grußworten ihre Glückwünsche.

Die Abschlussfeier erhielt durch die musikalische Auftritte von Antonia Lemke (Klavier), Sophie Kahnt (Keyboard), Alicia Morka (Gesang) und Jörg Potschatka (Percussion) einen stimmungsvollen Rahmen.

Die Abschlussschüler und herausragende Ereignisse des vergangenen Schuljahres wurden in einer abwechslungsreichen Präsentation vorgestellt. In einer Schülerrede blickten die Klassensprecher auf ihre Zeit am Wichernhaus zurück und bedankten sich bei all ihren Unterstützern. Eine Umfrage unter den Abschlussschülern, ein Lehrer-Rate-Spiel und ein von einer Schülergruppe erstellter Film über ein gemeinsames Klassenprojekt zur Renovierung des Pausenkiosks sorgten für Kurzweil und allgemeine Erheiterung.

Das gemeinsame Lied „Ein Hoch auf uns“ rundete den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Als symbolischen Akt der Beendigung ihrer Schulzeit ließen die Schüler_innen Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel aufsteigen. Ein von Schülern und Eltern reichlich und abwechslungsreich gestaltetes Buffet ließ den gelungenen Abend stimmungsvoll ausklingen.


Von: Simon Frey

12.08.2019

„Jede Fachkraft ist ein echter Gewinn“

Drei Azubis im Haus Weiher der Rummelsberger Diakonie unbefristet übernommen - Noch freie Stellen für Azubis

Hersbruck – Im Haus Weiher der Rummelsberger Diakonie haben drei junge Menschen ihre Ausbildung im sozialen Bereich abgeschlossen und starten nun mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag ins Berufsleben. „Am Ende eines Ausbildungsjahrganges drei motivierte Absolvent_innen auf einmal einstellen zu können, ist ein hervorragendes Ergebnis“, freut sich Einrichtungsleiter Martin Chmel. Da Mitarbeitende in Zeiten des Fachkräftemangels schwer zu finden sind, will der Einrichtungsleiter künftig verstärkt auf die Ausbildung setzen. Bis zu sieben junge Frauen und Männer können im Herbst im Haus Weiher mit einer Ausbildung beginnen. „Jede Fachkraft, die zu uns kommt, ist ein echter Gewinn“, betont Chmel

Larry Koop ist einer von Ihnen. Der 23-Jährige hat sich nach der Realschule für die kombinierte Ausbildung zum Diakon und Erzieher entschieden. Im Haus Weiher hat er sich während der Ausbildung sehr wohl gefühlt. „Die Arbeit mit Menschen mit einer Behinderung erfüllt mich“, sagt Koop. Von ihnen habe er gelernt, sich nicht durch Kleinigkeiten ablenken zu lassen und bei sich zu bleiben.

Im Haus Weiher der Rummelsberger Diakonie leben 79 Menschen mit einer geistigen Behinderung. Ausbildungsplätze gibt es in den drei Wohnbereichen und in der Talentschmiede, wie die Werkstätten und Förderstätten der Rummelsberger Diakonie seit kurzem heißen. Angehende Heilerziehungspfleger_innen und Erzieher_innen können den praktischen Ausbildungsteil in der Einrichtung der Rummelsberger Diakonie absolvieren. „Aber auch Studierende und Auszubildende im Bereich Alten- und Krankenpflege können ihre Berufspraktika in Weiher machen“, informiert Martin Chmel.

Larry Koop schwärmt von der familiären Atmosphäre und dem wertschätzenden Umgang im Team. Außerdem findet er es gut, für eine kirchliche Einrichtung zu arbeiten. „Bei der Rummelsberger Diakonie konnte ich mein theologisches Wissen vertiefen, diakonische Werte leben und einen sozialen Beruf erlernen“, sagt der Hersbrucker.

Wissen und Werte werden im Haus Weiher gerne an den Nachwuchs weitergegeben. „Wir kümmern uns um unsere Azubis“, verspricht Einrichtungsleiter Martin Chmel. Jeder junge Mensch hat einen Paten als Ansprechpartner für Fragen. „Wir pflegen einen intensiven Austausch untereinander und falls es zu Problemen kommt, lösen wir sie im Gespräch.“ Wer Interesse an einer Ausbildung oder einem Praktikum hat, kann Martin Chmel direkt ansprechen. Er ist per E-Mail unter haus-weiher@rummelsberger.net oder telefonisch unter 09151 81 83 11 zu erreichen.

Weitere Informationen zum Haus Weiher stehen im Internet unter: www.rummelsberger-diakonie.de/haus-weiher.


Von: Heike Reinhold

Larry Koop (rechts) und Martin Chmel machen Nägel mit Köpfen: Der Einrichtungsleiter geht mit dem neuen Mitarbeiter den unbefristeten Arbeitsvertrag durch. Foto: Simon Malik

Teamwork wird im Haus Weiher der Rummelsberger Diakonie groß geschrieben: Larry Koop (links) und Einrichtungsleiter Martin Chmel kickern eine Runde zur Entspannung. Foto: